





Das Jüdische Museum in Berlin besteht durch seine gezackte Grundrissform aus quasi 22 aneinandergereihten Fassaden.
Die Fassaden sind mit Blechscharen verkleidet, die mir als kleinste architektonische Einheit als taktliche Grundlage dienen.
Jede einzelne Blechschare ergibt einen viertel Ton, so dass jeweils vier Blechscharen einen Takt bilden.
Daraus ergibt sich eine rhythmische Struktur eines 4/4 Taktes, die als horizontales Raster über die gesamten Fassaden gelegt wird.
Als vertikales Raster wirkt das Proportionverhältnis Höhe zur Breite der gemittelten Gesamtfassade.
Dies ergibt eine temperierte Rasterung von 4 Oktaven und zwei Halbtönen.
Werden diese beiden Raster über die einzelnen Fassaden gelegt, ist jedes architektonische Ereignis in seiner Länge und Tonhöhe exakt definierbar.
Um eine besser Differenzierung der einzelnen Ereignisse zu erreichen, werden sie durch unterschiedliche Instrumende, also Klangfarben, charakterisiert:
Gesamt-
Lüftungsöffnungen: Oben =Trompete,
Mitte = Horn,
Unten = Posaune,
Tür = Tuba.
Fensterschlitze: Oben = Klarinette,
Mitte = Oboe,
Unten = Saxophon
Fensterschlitze Gros = Xylophon.
Fensterband = Streicher
Große Fensteröffnungen = Streicher.
Einzelfenster = Glockenspiel.
Fensterkreuze = Holzblock.
Fenster Innen = Schlagzeug.
Innenraum Proportionen = Streicher.
Innenraum Einzel -
Schwarze Wand = Kontrabass.
Stufen = Streicher Pizikato
jüdisches museum berlin daniel libeskind